Vorbereitung Wohnungsabgabe

Ziehen Sie stressfrei um.

Da eine Wohnungsabgabe viel zu tun gibt, sollte die Vorbereitung schon Wochen vor dem eigentlichen Abgabedatum beginnen, sodass Stresssituationen vermieden werden können.

Eine gute Vorbereitung braucht es auch dann, wenn einem durch die Unterstützung eines Putzinstituts ein Grossteil der Arbeit abgenommen wird. Doch auch ein Putzinstitut muss frühzeitig gebucht werden, sodass Sie Kostenvoranschläge anfordern und vergleichen können.

Richtig reinigen

Nachdem Sie den Umzug Ihrer Möbel und Kisten hinter sich gebracht haben, kann das Putzen beginnen. Solange im Mietvertrag keine Vereinbarungen zur Reinigung festgelegt wurden, muss die Wohnung dem Vermieter „gründlich gereinigt“ übergeben werden. Es empfiehlt sich dafür ein Putzunternehmen zu engagieren, das eine Umzugsreinigung mit Abnahmegarantie anbietet. Falls der Vermieter am Übergabetermin die Grundreinigung nicht akzeptiert, muss das Reinigungsinstitut eine Gratis-Nachreinigung vornehmen.

Natürlich können Sie die Reinigung auch selbst anpacken. Unterschätzen Sie jedoch den Aufwand nicht. Planen Sie genügend Zeit ein und machen Sie von einer Reinigungscheckliste Gebrauch, die Ihnen bei der fristgerechten Abgabe hilft.

Wände neu streichen?

Ob Sie die Wände neu streichen müssen, hängt von deren Zustand ab. Bei normaler Abnützung reicht es, die Wände so gut es geht mit weissen Spezial-Putzschwämmen zu säubern. Alle 10 bis 15 Jahre übernimmt der Vermieter aufgrund üblicher Abnützung ohnehin die Kosten des Neuanstrichs. Falls die Wände jedoch übermässig abgenutzt sind oder bereits nach wenigen Jahren grössere Schäden aufweisen, gehen die Kosten des Neuanstrichs auf Sie.

Wenn Sie Ihre Wohnung in einer nicht alltäglichen Farbe streichen möchten, müssen Sie zuerst das Einverständnis des Vermieters einholen. Stimmt dieser nicht zu, kann er von Ihnen beim Auszug verlangen, die Wohnung in ihren ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. (Quelle: Mieterverband)

Wohnungsabnahmeprotokoll

Am Tag der Wohnungsabgabe füllt der Vermieter ein Wohnungsabnahmeprotokoll aus, in dem Mängel und Beschädigungen aufgelistet werden. Weiter wird festgehalten, welche Kosten der Mieter, und welche der Vermieter oder die Verwaltung übernehmen müssen. Mit der Unterschrift auf dem Protokoll geben Sie Ihr Einverständnis und haben die Kosten der notierten Schäden zu tragen.

Folgende Schäden gehen auf Kosten des Mieters:

  • Übermässige Abnutzung: Mieter haften lediglich für übermässige Abnutzung. Damit gemeint sind starke Gebrauchsspuren oder Schäden durch Missgeschicke, wie beispielsweise eine zerbrochene Scheibe oder Brandlöcher in Bodenbelägen. Vergilbte Tapeten oder Spuren von Möbeln hingegen gehören zur normalen Abnutzung und gehen auf Kosten des Vermieters. Das gleiche gilt für Schäden, die bereits vor Mietbeginn bestanden haben. Es ist jedoch nicht immer einfach zu beurteilen, wo normale und wo übermässige Abnutzung vorliegt.
  • Grössere Schäden: Dazu gehören Schäden, die fahrlässig oder aus mangelnder Sorgfalt enstanden sind, wie z. B. tiefe Kratzer im Parkettboden oder von Kindern bemalte Wände. Hierfür sollten Sie sich genauer über die Bestimmungen Ihrer Haftpflichtversicherung informieren, die für solche Schäden aufkommt. Bei grob fahrlässig verursachten Schäden, werden jedoch Leistungskürzungen vorgenommen.
  • Kleinreparaturen: Das Ersetzen von Kleinteilen (z. B. Küchenblech) und kleinere Reparaturen (z. B. defekter Lichtschalter) müssen vom Mieter übernommen werden. Es empfiehlt sich, dies vor der Wohnungsabgabe zu erledigen. Ansonsten kann der Vermieter eine Kleinreparatur in Auftrag geben, was für Sie als Mieter oft teurer wird. (Quelle: Mieterverband)

Lebensdauertabelle und Schlüsselrückgabe

Für die Zustandsbestimmung einzelner Einrichtungsgegenstände hilft eine Lebensdauertabelle. Dort finden Sie die durchschnittliche Lebensdauer von z. B. eines Herdes, Bodens oder der Wände im Überblick. Am Tag der Wohnungsabgabe findet auch die Schlüsselrückgabe statt, welche aus Beweisgründen im Protokoll oder mittels einer Quittung festgehalten werden sollte.

Rückgabe der Mietkaution

Nachdem die Wohnungsabgabe erfolgt ist und keine Forderungen des Vermieters mehr offen sind, hat dieser das Mietzinsdepot innerhalb von 30 Tagen zurückzuerstatten. Weigert sich der Vermieter, den Betrag freizugeben, können Sie ihn mittels eingeschriebenem Brief erneut zur Zahlung auffordern. Falls der Vermieter auch auf den Brief keine Reaktion zeigt, sollten Sie sich an eine Schlichtungsbehörde wenden. (Quelle: Mieterverband)

Beginnen Sie also frühzeitig mit der Planung der Wohnungsabgabe, damit Sie am Tag der Übergabe keine bösen Überraschungen erleben und sich über eventuell anfallende Kosten im Klaren sind.