Goldene Regeln der Eigenheimfinanzierung

Haben Sie den Wunsch eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, oder gar Ihr eigenes Traumhaus zu bauen.

Dafür brauchen Sie eine solide Finanzierung. Erfahren Sie hier, aus welchen Komponenten  sich diese zusammensetzt.

Die Finanzierung einer Immobilie setzt sich üblicherweise aus Eigenkapital und Fremdkapital zusammen.

  • Eigenkapital mindestens 20%
    • Davon höchstens 10% Eigenkapital aus beruflicher Vorsorge
  • Fremdkapital maximal 80%
    • Bis zu 67% als erste Hypothek
    • Restliche 13% als zweite Hypothek

Eigenmittel

Damit Sie eine Immobilie kaufen können, benötigen Sie mindestens 20% Eigenkapital. Mindestens die Hälfte (10%) davon muss aus Ersparnissen und/oder Ihrer Säule 3a kommen. Die restlichen 10% können Sie aus Ihrer Pensionskasse entnehmen, falls Sie eine selbstbewohnte Immobilie kaufen. Falls Sie diese Voraussetzung (noch) nicht erfüllen, können Sie die Summe mit einem Bausparvertrag in wenigen Jahren zusammenbringen.

Fremdmittel

Bis zu 80% des Immobilienwertes können mittels Hypotheken finanziert werden. Maximal 67% dürfen dabei aus einer 1. Hypothek stammen, welche Sie nicht amortisieren müssen. Die restlichen 13% des Immobilienwertes können von einer 2. Hypothek finanziert werden. Diesen Betrag müssen Sie jedoch innerhalb von maximal 15 Jahren zurückzahlen.

Hypothekarmodelle

Es gibt unterschiedliche Hypotheken, welche sich für unterschiedliche Lebenssituationen empfehlen. Folgend erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Hypothekarmodelle:

Festhypothek Variable Hypothek Libor-Hypothek
Merkmale
  • Gleichbleibender Zinssatz
  • Fixe Laufzeit (2-10 Jahre)
  • Variabler Zinssatz
  • Keine fixe Laufzeit
  • Variabler Zinssatz
  • Fixe Laufzeit (2-6 Jahre)
Vorteile
  • Schutz vor steigenden Zinsen
  • Sichere Budgetplanung
  • Grosse Flexibilität
  • Vorteilhaft bei sinkenden Zinsen
  • Oft günstigste Finanzierungsform
  • Transparente Zinsfestlegung nach Libor Referenzzinssatz
  • Schneller von sinkenden Zinsen profitieren
  • Absicherung steigender Zinsen möglich
Nachteile
  • Fixe Laufzeit
  • Kosten bei frühzeitiger Auflösung
  • Steigende Zinsen führen zu höherer Zinsbelastung
  • Fehlende Kalkulierbarkeit und Transparenz
  • Steigende Zinsen führen zu höherer Zinsbelastung

 

Tragbarkeit

Um den maximalen Kaufpreis einer Immobilie bestimmen zu können, braucht es einen Finanzierungsplan. Dieser Finanzierungsplan berücksichtigt unter anderem die finanziellen Verpflichtungen, die aus der neuen Immobilie entstehen. Für tägliche Lebenshaltungskosten, Versicherungsprämien, Altersvorsorge etc. wird empfohlen, einen Betrag für Unvorhergesehenes einzukalkulieren.

Weitere Kosten, welche mit Sicherheit anfallen werden:

  • Kalkulatorischer Hypothekarzins
  • Amortisation der Hypothek
  • Unterhalts- und Nebenkosten

Eine Faustregel besagt, dass die jährliche Belastung durch ein Eigenheim maximal ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen sollte. Ist dies der Fall, sollte die Immobilie für Sie langfristig tragbar sein.

Eine fachliche Beratung bezüglich der Eigenheimfinanzierung beim Spezialisten wird in jedem Fall dringend empfohlen. So können Sie Ihr Eigenheim sorgenfrei geniessen und auf Unterstützung bei der Finanzierung zählen.